Gedenkstätten
Berliner Gedenkstätten bewahren die Erinnerung an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts
Widerstand im Nationalsozialismus

Rosenstraße (Frauenprotest)

Rosenstraße - Mitte
Gedenkstätten
Der Frauenprotest in der Rosenstraße war ein Akt des zivilen Ungehorsams im Jahr 1943. Im Rahmen der „Fabrik-Aktion“ verhaftete die SS Ende Februar die letzten Berliner Juden. Betroffen waren auch jüdische Männer, die mit nicht-jüdischen Frauen verheiratet waren. Diese wurden im Sammellager Rosenstraße 2–4 interniert. Kurz nach den Verhaftungen versammelten sich hunderte Ehefrauen vor dem Gebäude. Tagelang forderten sie lautstark die Freilassung ihrer Männer. Sie trotzen dabei der Kälte und den Gewaltandrohungen der Wachmannschaften. Der öffentliche Protest war für die NS-Führung mitten im Krieg riskant. Um Unruhen in der Reichshauptstadt zu vermeiden, gab Joseph Goebbels schließlich nach. Anfang März wurden fast alle inhaftierten Männer aus der Rosenstraße entlassen. Heute erinnert das Denkmal „Block der Frauen“ vor Ort an diesen außergewöhnlichen Widerstand.
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